Schwerpunkt

Strafbefreiende Selbstanzeige

Der Ankauf von Steuer-CDs durch die Finanzbehörden, zunehmende internationale Meldepflichten und öffentlichkeitswirksame Fälle von Steuerhinterziehung bei Prominenten haben die Selbstanzeige in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Nach einer Umfrage der Zeitung „Die Welt“ sind im Jahr 2014 ca. 40.000 Selbstanzeigen bei den Finanzbehörden eingegangen. Der Gesetzgeber hat ebenfalls reagiert und eine deutliche Verschärfung der bisherigen Anforderungen an eine Strafbefreiung für alle Selbstanzeigen ab 1. Januar 2015 vorgenommen. Das Rechtsinstitut der strafbefreienden Selbstanzeige gemäß § 371 Abs. 1 AO bleibt grundsätzlich erhalten. Die Voraussetzungen und insbesondere die finanziellen Konsequenzen wurden aber deutlich verschärft. Insbesondere wurde die Grenze, bis zu der eine Steuerhinterziehung (ohne Zahlung eines zusätzlichen Geldbetrages) bei einer Selbstanzeige straffrei bleibt, von 50.000 Euro auf 25.000 Euro, abgesenkt. Bei darüber liegenden Beträgen ist nur bei gleichzeitiger Zahlung eines Zuschlags ein Absehen von der Strafverfolgung möglich. Der Zuschlag ist abhängig vom Hinterziehungsvolumen: bei über 25.000 Euro 10 Prozent Zuschlag, bei über 100.000 Euro 15 Prozent Zuschlag und bei über 1 Million Euro 20 Prozent Zuschlag. Bisher galt ein Zuschlag von 5 Prozent ab einem Hinterziehungsbetrag von 50.000 Euro.

Wir bieten Ihnen eine umfassende und lösungsorientierte Beratung bei Selbstanzeigen. Die strafbefreiende Wirkung einer Selbstanzeige setzt eine vollständige Erklärung der steuerrechtlichen Sachverhalte und Einkünfte der Vergangenheit voraus. Vor allem die Ermittlung dieser Einkünfte stellt in der Praxis eine größere Herausforderung dar.

Unser Leistungsspektrum umfasst vor allem:

  • Lösungsorientierte Beratung bei Nacherklärungen und Selbstanzeigen
  • Unterstützung und Vertretung bei Steuerfahndungsmaßnahmen (Durchsuchung, Beschlagnahme)
  • Vertretung in steuerlichen Einspruchs- und Klageverfahren im Zusammenhang mit Steuerstrafverfahren
  • Vorbeugung und Vermeidung von Steuerstraftaten